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quesadillas

geht’s euch auch so? irgendwie hat man so seine lieblingsgerichte und kocht immer ähnliche sachen. weil ich die asiatische küche sehr gerne mag, gibt’s bei mir zum beispiel total oft wok-gerichte und currys. deshalb dachte ich mir heute, ich  probier’s mal mit etwas ganz anderem und habe mich an mexikanischen quesadillas versucht.

in der mexikanischen küche wird ja irgendwie alles „eingepackt“: da gibt’s dann tacos, burritos, fajitas, enchiladas, quesadillas, flautas usw.
deshalb habe ich mich vorab schlau gemacht, was das eigentlich alles ist und wo der unterschied liegt, also:

tortillas, die basis, sind weiche weizenfladen, die mit unterschiedlichen zutaten befüllt und dann gerollt oder gefaltet werden.

tacos sind zumeist weiche tortillas, die mit faschiertem oder geschnittenen fleisch (schwein, rind, huhn) gefüllt sind, ergänzt durch eine salsa, zwiebel und koriander.

burritos sind große, weiche tortillas, die mit bohnen, fleisch und gemüse befüllt und dann zusammengerollt werden. dadurch kann man sie auch leicht mitnehmen und überall essen – sozusagen die urform des take-away.

quesadillas sind im wesentlich wie burritos, enthalten aber auf jeden fall auch käse und werden nicht gerollt sondern gefaltet.

enchiladas sind tortillas, die meist mit huhn, gemüse etc. befüllt, gerollt und zusätzlich mit käse und einer salsa überbacken werden.

flautas sind wie enchiladas, nur werden sie frittiert, sind also knusprig und werden ebenfalls mit einer salsa serviert.

fajitas sind weizentortillas, die man sich aus einer vielzahl an zutaten (fleisch, gemüse, sauce) am tisch selbst befüllt.

so. das war, glaube ich, die längst einleitung ever. falls ich nicht alles korrekt recherchiert habe und ein mexiko-fan unter euch ist, der sich super auskennt, bitte mich gerne zu korrigieren! :-)
ich habe hier also meine eigene, vegetarische version von quesadillas mit avocado kreiert.

falls ihr euch noch fragt, was „chipotle“ ist und ob man das braucht, dann meine ich: ja, unbedingt! ich bestelle mir dieses geräucherte chili-pulver bei einem internet-gewürzshop und finde den geschmack total super. man kann es in fast jedem gericht, das eine leichte, würzige schärfe verträgt, verwenden! gerade wenn man vegetarisch oder vegan kocht, kann man nie genug gewürze zu hause haben ;-)

zutaten (4 personen):
> 1 pkg. weizen-tortillas
> 1 avocado
> 1/2 paprika
> 3-4 rispentomaten
> 1/2 rote zwiebel
> 1 dose indianerbohnen (240 g abtropfgewicht)
> 5 EL maiskörner aus der dose
> 1 knoblauchzehe
> 3 EL tomatenmark
> 4 EL geriebener käse (z.b. emmentaler)
> 1 EL limettensaft
> 1 TL oregano, getrocknet
> 1/2 TL koriander, getrocknet
> 1/2 TL chipotle (geräuchertes chili-pulver)
> 1 TL zucker
> salz, pfeffer, öl
zubereitungsdauer: ca. 20 min.

  1. die indianerbohnen gründlich abspülen und die hälfte mit einer gabel fein zerdrücken.
  2. die zwiebel in würfelchen schneiden und zusammen mit der zerdrückten knoblauchzehe in etwas öl anbraten, bis sie farbe bekommen.
  3. inzwischen die paprika und die rispentomaten ebenfalls in kleine stückchen schneiden und kurz mit den zwiebeln mitbraten.
  4. nun die zerdrückten bohnen, tomatenmark, zucker, limettensaft, oregano, koriander und chipotle (oder normales chili-pulver) hinzufügen und ein paar minuten köcheln lassen, bis alles eine sämige konsistenz hat.
  5. währenddessen die avocado in kleine würfel schneiden und sodann gemeinsam mit den restlichen, noch ganzen indianerbohnen, den maiskörnern sowie dem geriebenen käse in den topf geben. alles gut durchmischen, kurz heiß werden lassen, aber nicht mehr kochen. evtl. noch nachwürzen, je nachdem wie scharf ihr eure füllung mögt.
  6. vor dem servieren die weizentortillas nach packungsanweisung aufwärmen und mit der avocado-bohnenmasse befüllen. dann einrollen oder falten, wie ihr lust habt und mit einem klecks sauerrahm (saure sahne) oder einer salsa servieren!
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